Dialogmarketing in der Praxis:
Werbebriefe landen ungeöffnet im Müll, langweilige Mailings werden gelöscht. Es wird für die Unternehmen zusehends schwieriger, den Dialog mit Kunden und Interessenten zu führen. Kreativität ist gefordert, um kundenrelevante Informationen "an den Mann" zu bringen.

Der Werbebrief alleine ist langweilig geworden und funktioniert als alleiniges Instrument nicht mehr. Nachhaltige Wirkung erzeugt die Kombination mit anderen Medien/Transportwegen. Z.B. können Emails teure Postmailings ersetzen, Produktankündigungen wecken Interesse und das Nachfassen per Email ist bequem, wenn anstatt des anonymen Managements der tatsächliche Ansprechpartner (z.B. Gebietsleiter) als Absender genutzt wird.
Trotzdem ist das postalische Mailing noch immer das meistgenutzte Dialoginstrument. Um Aufzufallen werden Werbebotschaften bereits auf den Umschlag gedruckt, spannende "Pseudomarken" neben der echten Briefmarke platziert, Postkarten aus dem Urlaub verschickt etc. Manche Produktkataloge sind so beliebt, dass die Kunden monieren, wenn sie diese nicht erhalten.
Kombinieren Sie die Medien! Warum nicht den postalischen Versand mit Email kombinieren und vor dem Versand per Mail die Aktualität der Lieferadresse erfragen? Oder in einer FAQ die wichtigsten Rückfragen der Kunden sammeln und zur Verfügung stellen? Wann haben Sie ihren Kunden das letzte Mal angerufen? Ein Anruf bewirkt bei einer überfälligen Rechnung mehr, als eine schriftliche Zahlungserinnerung.
Das Internet ist eine Killerapplikation und immer mehr Menschen verbringen einen großen Anteil ihrer Arbeitszeit online. Trotzdem (oder gerade deshalb) gibt es zum Postweg gravierende Unterscheidungen: Es können nicht einfach Adressen gekauft und Emails verschickt werden. Spamming ist strafbar. Wie aber den Kunden abholen, seine Einwilligung (permission) erhalten? Gewinnspiele allein können es nicht sein, da hier meist Zweitadressen verwendet werden oder aber die Einwilligung widerrufen wird, wenn anschließend langweilige Werbung kommt.
Sie müssen die WEB 2.0 Spielregeln einhalten. Mit WEB 2.0 wird aus einer einseitigen "Beschallung" ein Dialog. Kunden und Interessenten sind aktiv in Blogs und Foren, tauschen ihre Meinung und Erfahrung aus. Ansatzpunkte für virales Marketing bieten die Möglichkeit, interessante Informationen zu verbreiten. Allerdings verbreiten sich schlechte Nachrichten genau so schnell.
Und: Das Web eignet sich ideal zur Verkaufsabwicklung oder Buchung von interessanten Vorträgen oder Seminaren. Jede Buchung, jeder Verkauf ist mit einem geringeren Zeitaufwand verbunden. Aber sind die Webseiten "fit fürs Internet?" Die Auffindbarkeit von Informationen in den Suchmaschinen gewinnt an Bedeutung und noch immer begehen 90% der Firmen die selben Fehler, obwohl heutige Content Management Systeme alle Möglichkeiten bieten.
Internetbasierende Tools, wie z.B. Bildschirmschoner, die RSS-Technologie nutzen, sind bei den Kunden und Interessenten sehr gefragt (z.B. SANYOs WM-Bildschirmschoner mit aktuellen Spielständen).
Aktuell sinkende Tarife im Mobile Marketing bieten an, das Mobiltelefon als Rückkanal für das Dialogmarketing zu nutzen, z.B. durch Antwort-SMS.
Ein Unternehmen muss sich diesen Technologien öffnen, denn der Kunde wartet heute nicht mehr darauf, dass man sich bei ihm meldet. Der Kunde sucht aktiv (Suchmaschinen). Werten Sie das bereits aus? Wenn nicht, sollten wir uns unterhalten.
Aber auch Leads (Neukundenadressen) werden im Internet generiert, da Suchmaschinen und Portale eine Kontaktmöglichkeit für Interessenten bieten. Das Kontaktformular auf Ihrer Website bietet eine einfache Erfassung von Daten und Informationen. Dienstleister im Direktmarketing bieten hochqualifizierte Kontakte, verschieden angereichert, zum Kauf. Die Zielgruppe kann sehr genau definiert werden (z.B. alle Hundehalter in Rheinland Pfalz; Ansprechpartner der zweiten oder dritten Führungsebene in Firmen >200 Mitarbeiter etc.). Honorieren Sie die Angabe persönlicher Daten (z.B. mit einem Probeabo) oder nutzen Sie Partnerprogramme um zusätzliche Verkäufe zu generieren?
Und wie werden vorhandene Adressen in Ihrem Unternehmen genutzt? Wie viel wissen Sie über die eigenen Kontakte? Wie aktuell sind diese Adressen? Nutzen Sie das unternehmenseigene Kapital Adresse - mit uns.
Sowohl die Leads, als auch die vorhandenen Adressen sollten in Newslettern verwendet werden. Über 95% der Shopbetreiber setzen bereits auf Email-Marketing mit Newslettern.
Aber hier sind viele Fallen aufgestellt und nur der angeforderte (gesetzlich ist eine Einwilligung notwendig) Newsletter mit interessantem und für den Kunden relevanten Inhalt wird gelesen. Kennen Sie relevante Inhalte für Newsletter? Wie lässt sich der Versand von Emails mit relevanten Inhalten automatisieren? Sprechen Sie ihre Kunden in deren Landessprache an? Und wie können Sie Spamfilter umgehen?
Für die meisten Unternehmen sind diese Punkte nicht neu. Trotzdem nutzen die wenigsten die Möglichkeiten, sei es aus Zeit- oder Ideenmangel. Im täglichen Wettbewerb um die Kunden wird dadurch viel Geld verschenkt. Nutzen Sie aktiv Ihre Möglichkeiten, lassen Sie sich durch einen erfahrenen Berater betreuen oder beauftragen Sie eine Agentur damit, Dialogmarketinglösungen für Sie umzusetzen oder zu betreiben.
Es ist nicht zu spät, damit anzufangen. Noch nicht.








